"Mauerbau in Biberach"

Veröffentlicht am 12.02.2018 in Presse im Wahlkreis
 

Den in der Gemeinderatssitzung am 29. Januar gefassten Beschluss, die Lärmschutzwand am Minispielfeld neben der Gaisentalgrundschule zu bauen und den Vergleichsvorschlag des Gerichts anzunehmen, hat die SPD-Fraktion nicht mitgetragen. Wir hätten es begrüßt, wenn die Stadt ein klares Urteil abgewartet und damit auch dem Gericht die Verantwortung für diese Entscheidung übertragen hätte. Nun sieht es so aus, als hätte die Stadt selbst die Entscheidung getroffen, die spielenden Kinder und Jugendlichen hinter einer 5 Meter hohen und 23 Meter langen Lärmschutzwand zu verstecken.

Nach Aussage der klagenden Anwohner ging es ihnen aber nicht um den Kinderlärm, sondern vor allem um den Lärm, den die an die Bande knallenden Bälle verursachen. Vielleicht wäre es auch einen Versuch wert gewesen, zuerst Schallisolierungsmaßnahmen an der Bande zu testen und dann die Reaktion der Anwohner noch einmal abzufragen.

Seit die Diskrepanzen zwischen dem Anwohner (der sein Haus übrigens lange nach dem Bau des Spielfelds gekauft hat) und der Stadt verhandelt werden, wurde die Sportanlagen-Lärmschutzverordnung bezüglich der Lärmrichtwerte geändert. Dies hätte ein Urteil zugunsten des Weiterbetriebs des Spielfeldes positiv beeinflussen können; leider beruht der nun angenommene Vergleich noch auf den alten, niedrigeren Richtwerten. Für die angestrebte Bebauungsplanänderung, die leider für das Minispielfeld im Gaisental zu spät kommt, könnte dies aber von großer Bedeutung sein.

 

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Leni Breymaier

Leni Breymaier