Michael Salomo nimmt jetzt Politik selbst in die Hand

Veröffentlicht am 21.05.2010 in Politik
 

Der 21-jährige Michael Salomo nimmt am Planspiel „Jugend und Parlament“ im deutschen Bundestag teil. Der angehende Jurastudent aus Leutkirch ist vom Biberacher SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Gerster nach einem Auswahlgespräch jetzt benannt worden, die Region vom 5. bis 8. Juni in Berlin zu vertreten und selbst Politik zu machen.

Rund 300 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet erhalten diese vier Tage lang hautnah einen Einblick in die Arbeit des Parlaments.
„Die Jugend allgemein sollte sich in der Politik engagieren, weil es um ihre eigene Zukunft geht“, sagt Michael Salomo. Er ist gelernter Rettungssanitäter und Verwaltungsbeamter des mittleren Diensts und könnte sich durchaus vorstellen, einmal aktiv in die große Politik einzusteigen: „Ich freue mich, dass Martin Gerster mir die Gelegenheit gegeben hat, den Politikeralltag anzuschauen.“ Er wolle auch selbst die Geschicke der Gesellschaft mitbestimmen. „Jetzt werde ich sehen, wie es ist, Verantwortung für viele Leute zu übernehmen, und ob es wirklich das ist, was ich einmal beruflich machen will“, so Salomo.
Gleich nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt schlüpfen die Nachwuchspolitiker in spe in die Rollen fiktiver Abgeordneter. Mit neuem Namen, neuer Biographie und neuer politischer Gesinnung ausgestattet, befassen sie sich mit verschiedenen politischen Themen. Um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Hineinversetzen in ihre neuen Rollen zu erleichtern, erhalten sie komplette Rollenprofile. Darin enthalten sind beispielsweise Name, Alter und politische Ausrichtung. Diese Rolle gilt es dann anhand des vielschichtigen Gesetzgebungswegs durchzuspielen mit allem, was dazugehört: mehrfachen Fraktions-, Arbeitsgruppen-, Ausschuss- und Parlamentssitzungen, und das an den Originalschauplätzen im Berliner Reichstagsgebäude.
Anstatt den realen Fraktionen des Bundestages treten die Jugendlichen in den vier Tagen Parteien bei, die an die real existierenden angelehnt sind: Christliche Volkspartei (CVP), Arbeiterpartei Deutschlands (APD), Liberale Reformpartei (LRP), Partei der sozialen Gerechtigkeit (PSG) und Ökologisch-sozialen Partei (ÖSP). Zunächst gilt es, die einzelnen Gremien – Fraktionen, Landesgruppen, Ausschüsse - zusammenzusetzen und die jeweiligen Vorsitzenden zu wählen. Anschließend debattieren die neuen „Abgeordneten“ die fiktiven Gesetzesvorlagen und arbeiten an einer gemeinsamen Linie, die sie dann gegenüber den anderen Fraktionen vertreten müssen.
Zwischendurch gibt es Begegnungen mit der Wirklichkeit, sei es bei einer Stadtrundfahrt, einem Treffen mit Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert oder einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der fünf Bundestagsfraktionen. Auch seinen sozialdemokratischen Abgeordneten im Bundestag, Martin Gerster, wird Michael Salomo treffen und zudem dessen Abgeordnetenbüro besuchen. Wie im wirklichen Politikeralltag wird somit ein enger Terminplan durchgezogen.

 

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